Kommunikation im Schwarzen Loch
Die weltweit erste vereinheitlichte Theorie, vom Mikro- bis zum Makrokosmos, im Sinne von Prof. Dr. Stephen Hawking.

 

Die universelle Kommunikationstheorie (vorm.: Die Spezielle Kommunikationstheorie 2016) gründet auf der Erkenntnis, dass es keinen leeren Raum gibt, sondern ein Raum ausschließlich aus Informationen besteht die miteinander kommunizieren. In Biologie und Chemie wird dieser Prozess Stoffwechsel genannt. Durch die Ausdehnung des Begriffs auf die Grundlagen der Physik, lassen sich die Eigenschaften von Stoffen beschreiben aus denen unsere Lebensräume bestehen und die unsere Kommunikation beeinflussen. Dies öffnet einen Horizont der über alle bisherigen Kommunikationstheorien hinausgeht.


Mit theoretischen Modellen versucht die Wissenschaft die Vorgänge in der Natur zu beschreiben um sie besser zu verstehen. In der Korrespondenz Der Teil und das Ganze 1 von Werner Karl Heisenberg, schrieb Albert Einstein an seinen Physikerkollegen dazu: „Die Theorie entscheidet darüber, was wir beobachten können“. Die Wissenschaft sucht seit langem nach einer sogenannten “Weltformel“ mit der alle Abläufe in der Natur beschrieben werden können. Dazu schreibt Prof. Dr. Hawking, in seiner deutschen Ausgabe Eine kurze Geschichte der Zeit 2 auf Seite 25: „Doch wenn es tatsächlich eine vollständige, vereinheitlichte Theorie (die alles im Universum beschreibt) gibt, würde sie wahrscheinlich auch unser Handeln bestimmen.“ Eine solche Theorie, die alles mit allem verbindet, muss die Grenzen zwischen den Wissenschaften auflösen und auf dem größten gemeinsamen Nenner vereinen. Aktuelle kritische Stimmen, wie die der theoretischen Physikerin Sabine Hossenfelder 3, prangern eine verfehlte Richtung im Bereich der theoretischen Physik an, die sich ihrer Meinung nach in einen Bereich abseits beobachtbarer natürlicher Prozesse manövriert hat. Verantwortlich macht sie fehlende experimentelle Ergebnisse aktueller Theorien und den Veröffentlichungs- und Zitationsdruck, dem sich viele Wissenschaftler aussetzen. Es existieren unzählige Theorien und Modelle 4 über Kommunikationen. Die Auslegungen von Helmuth Plessner kommen der speziellen Kommunikationstheorie am nächsten. In seinem Werk Die Stufen des Organischen und der Mensch 5 von 1975, unterscheidet er zwischen anorganischen und organischen Körpern. Er geht davon aus, dass nur organische Lebewesen eine Beziehung oder ein Bewusstsein zur Umwelt haben. Die drei Stufen: Pflanze, Tier und Mensch, bilden die biologische Grundlage seiner philosophischen Anthropologie, mit der er versucht die Fragen nach dem Wesen des Menschen zu beantworten. Sein Ansatz blendet die Frage nach dem Übergang des Bewusstseins aus. Sie lässt sich über den Begriff der Stoffwechselkommunikation beantworten, die sich in der Natur beispielsweise so beschreiben lässt:
Wenn sich die Wellen des Meeres an der Steilküste mit rauschendem Getöse brechen, wenn Sturmvögel und Möwen in diese Melodie einstimmen, wenn der Wind in den Blättern der Bäume raschelt und Wolken übers Land treibt, wenn sich die aufgeladene Atmosphäre über einen Blitz entlädt und der Donner die Erde erzittern lässt, dann ist das die Sprache der Natur die alle Lebewesen auf diesem Planeten verstehen. Wie aber sieht es mit dem Verständnis eines Individuums aus? Beispielsweise dem des jungen Adlers, der am Rand seines Nestes hunderte Meter über der Schlucht seinen ersten Flug wagt. Woher weiß er, dass er nicht im nächsten Augenblick in den Tod stürzt? Zwar hat er unzählige Male gesehen wie seine Eltern fliegen, aber das heißt nicht, dass er es auch kann. Er weiß es nicht. Aber sein Instinkt sagt ihm, dass er springen muss wenn er überleben will, denn seine Eltern haben aufgehört ihn mit Nahrung zu versorgen. Sein Instinkt ist das Bewusstsein für seine mächtigen Flügel, die er schon ein paar Mal ausprobiert hat. Er hat gefühlt, dass sie ihn tragen, als er kurz vom Nest abhob, hat gespürt, dass seine Flügel und der Wind zusammen gehören und dass die Lüfte sein Lebensraum sind. Dieses Gefühl vermitteln seine Sinnesorgane: Ihr Stoffwechsel kommuniziert mit dem Stoffwechsel der Atmosphäre. Er ermöglicht sein Leben, seine Wahrnehmung und das Bewusstsein für sein Überleben. Die Informationen des Stoffwechsels erzwingen eine Entscheidung  und die Dynamik dieses Prozesses lässt ihm genauso wenig Zeit wie uns, wenn wir Hunger oder Durst haben. So kommunizieren die Stoffe mit unserem Körper ohne ein Wort mit uns zu reden und ohne dass wir darüber nachdenken müssen.

Ohne Kommunikation ist nicht einmal das Nichts denkbar, denn die Welt in der wir leben besteht aus Kommunikationen- einem allgemeinen Informationsaustausch. Mit unserer eigenen Kommunikation beschreiben wir unsere sinnlichen Wahrnehmungen. Für eine Kommunikation müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: es müssen zwei Partner mit einem kommunikationsfähigen Zeichen- bzw. Informationssatz vorhanden sein. Angetrieben wird der Informationsaustausch durch die Gravitation die alles durchdringt. Sie ist die formgebende Kraft, durch die unser Universum ihr Aussehen erhält. Alle Informationen sind in irgendeiner Form energetisch gebunden: stabile Informationen sind formgebundene oder feste Energien wie Stein oder Metall, instabilere Informationen sind formende oder formfreie Energien wie Licht, Feuer oder elektrische Ladungen. So lässt sich ein Text vergleichsweise auf drei Arten speichern: in Stein gemeißelt, auf Papier geschrieben oder in Gedanken festgehalten. Über die Dauerhaftigkeit entscheiden die äußeren Bedingungen, mit denen die Stoffe kommunizieren und die Aufsummierungen der kommunizierenden Informationen:  Bei Temperaturen über Null Grad Celsius würde sich ein einzelnes Eiskristall unmittelbar verflüssigen. In der Mitte eines Schneeballs oder im "ewigen" Eis dauert dieser Prozess deutlich länger.

Die Dosis macht das Gift, heißt es in der Medizin. Doch sie ist nicht allein für eine Vergiftung verantwortlich: Entscheidender ist der Zeitpunkt des Informationsaustauschs. Ob Medikamenteneinnahme oder Dünger im Garten: zu spät eingenommen oder angewendet, entfalten sie keine Steuerwirkung mehr. Gleiches gilt auch für die Lernprozesse. Sie beginnen auf der physikalisch-chemischen Speicherebene, gehen im Stoffwechselprozess ineinander über und enden im biologischen Bewusstsein. Entscheidend für das Erinnerungsvermögen ist die physikalisch-chemische Eigenschaft des Speichers: Je einfacher strukturiert, bzw. dauerhaft im Stoffwechsel vorhanden und abrufbar, desto langlebiger die Erinnerung. Bestimmte Vitalfunktionen des Menschen, wie Herzschlag, Schlucken, Atmen und Schreien, als aktive Kommunikation, sind auf der stofflichen Ebene gespeichert. Sie funktionieren schon kurz nach der Geburt (möglicherweise ganz) ohne Hirnaktivität, weil sich das Gehirn als Organ noch in der Entwicklungsphase befindet. Unsere Organe sind die wichtigsten Stoffwechsler. Oft paarig vorhanden oder hälftig geteilt, sichern sie die Kommunikation zwischen atmosphärischem und körpereigenem Stoffwechsel. So lässt das von der Samenzelle befruchtete Ei durch den Stoffwechselprozess im Körper einer Frau ein neues Organ entstehen. Die Plazenta sichert als Verbindungsorgan zwischen Mutter und Kind die Stoffwechselprozesse und damit die biologische und soziale Kommunikation: Das Kind nimmt Sprache und die Stimmungslagen der Mutter, bzw. die ihrer Umgebung, in Form stofflicher Informationen auf. Glücksgefühle, aber auch Stress oder Ängste beeinflussen seine Entwicklung und prägen ein, an den Stoffwechsel gebundenes, Unterbewusstsein. Gefühlte Erinnerungen, wie beispielsweise die ersten Nahrungs- und Genussmittel, die erste Liebe oder Unfälle und andere hochemotionale Momente, haben eine stoffwechselprägende Wirkung und halten meist ein Leben lang.

Die Zeit spielt bei ausnahmslos allen Ereignissen eine wichtige Rolle. Während wir in einen Raum hineingeboren werden, uns tagtäglich darin bewegen und halbwegs verstehen um was es sich handeln könnte, entzieht sich die Zeit permanent unserem Zugriff. Der Mathematiker und Physiker Hermann Minkowski (1864-1909) versuchte, in der Auseinandersetzung mit der Einstein´schen Relativitätstheorie 6 anhand eines vierdimensionalen Raum-Zeit-Diagramms 7, die geheimnisvolle Wechselbeziehung zwischen Raum und Zeit zu erklären. Einstein hatte mit seiner Theorie das bis dahin geltende Weltbild einer allgemeingültigen Zeit gekippt. Er kam, wie Minkowski zu dem Schluss, dass Raum und Zeit nicht unabhängig voneinander existieren können. Es blieb bei der allgemeinen Feststellung: Raum und Zeit sind ein Kontinuum- also immer vorhanden.
Die Zeit lässt sich recht einfach auf einem Maßstab darstellen:

 

                                                                
Zeit ist nach gültiger Definition, beispielsweise: t0 = 17:00 Uhr, ein Skalar. Ein scheinbar erzeugter Vektor, ist die Folge mathematischer Aufsummierungen: t1 + t2 +…= tn und stellt einen Zeitraum dar. Eine Umdrehung der Erde um die eigene Achse beträgt 24 Stunden und eine Umrundung der Erde um die Sonne ein Jahr- mit diesen mathematischen Maßstäben messen wir das einzige Kontinuum: die Dauer ständiger Veränderungen, der durch die Gravitation angetriebenen unterschiedlichsten Stoffwechselkommunikationen. Das folgende Beispiel symbolisiert die Umwandlungsprozesse in der Gegenwart zum Zeitpunkt Null (t0). Die Umfangsgeschwindigkeit am äußeren Ende eines sich drehendes Windrades zur Elektrizitätserzeugung, hängt unter anderem vom Radius seiner Rotorblätter ab. Wird dieser in der Achsenmitte zu Null, dann steht nach mathematischer Gleichung das Windrad still, obwohl es sich physikalisch weiter dreht. Wie ist dieser Konflikt, der dem  Energieerhaltungssatz (Energie kann weder vernichtet noch erzeugt, sondern nur umgewandelt werden) widerspricht, aufzulösen? Bei einem physikalischen Wert Null würde sich das Windrad auflösen. Seine grundlegenden Informationen bleiben erhalten, weil es sonst nicht herstellbar gewesen wäre. Die Lösung besteht darin, durch den mathematischen Nullpunkt auf die “andere Seite“ zu wechseln: Denn die Transformationen => Ursache (Drehbewegung) und Wirkung (Stromerzeugung) finden zeitgleich statt und aus der mathematischen Null wird ein physikalischer Fluchtpunkt. Dieser Punkt ist kein Richtungspunkt, sondern der Moment in dem sich alles der Dauerhaftigkeit und Statik entzieht- also flüchtet. In der Gegenwart lösen sich die Informationen der Ereignisse millionenfach auf. Die Prozesse sind nur in hoher Konzentration im Augenblick sichtbar, als Einzelereignis sind sie unsichtbar. Sie verschwinden hinter einem Ereignishorizont wie in einem Schwarzen Loch und werden in neuen Formen wieder sichtbar. Der Physiker und Träger des Alternativen Nobelpreises Hans-Peter Dürr schreibt in seinem Buch Warum es ums Ganze geht 8: Die Welt setzt sich im Bruchteil einer Sekunde neu zusammen. Ein Beispiel für diese Prozesse ist das sogenannte Knallgasexperiment. Dabei verbinden sich die Gase Wasser- und Sauerstoff in einer Explosion zu einem Wassermolekül, das als Kommunikationsergebnis hinter dem Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs sichtbar wird.

Schwarze Löcher im Kosmos zeichnen sich durch ihre ungeheuren Anziehungskräfte aus. Ihren Namen verdanken sie dem Umstand, dass eintretendes Licht hinter ihrem Ereignishorizont verschwindet und nicht mehr zum Vorschein kommt. Hier entstehen nicht nur die Energien für neue Sterne, sondern auch die Temperaturen für das organische Leben. Pt0 ist das Schwarze Loch im Mikrokosmos des Alltags das uns ständig verändert: Wir gehen (verbrennen) mit der Zeit, altern und sterben. Der Stoffwechsel, angetrieben von der Gravitation sammelt die Informationen permanent ein, um sie in neuen Formen zurück zu geben. Genauso permanent sind wir mit der Rekonstruktion, der "geflohenen" Ereignisse beschäftigt: Wir zeichnen sie auf oder holen sie mit unseren Erinnerungen und Vorstellungen zurück in die Gegenwart um ihnen eine Statik, eine Wahrheit zu verschaffen.

Die Gravitation steckt in Allem, ihr Wandlungsprozess ist energetischer Natur und hat vielfältige, ganz unterschiedliche Erscheinungsformen. So hängt das Wachstum eines Baumes unmittelbar von den Bedingungen in seinem Lebensraum ab. Solange er über die Nahrung an Masse zunimmt, wächst er als Ergebnis einer Stoffwechselkommunikation, dessen entstehendes Energiepotenzial über die maximale Aufnahme- und Verarbeitungsfähigkeit der Nahrungsinformationen entscheidet. Bäume wachsen bekanntlich nicht in den Himmel: Nach Erreichen der maximalen Stoffwechselkommunikation, setzt der Sterbeprozess ein. Dabei wird die zuvor gebundene Energie, genau wie bei einem Verbrennungsprozess im offenen Feuer, wieder freigesetzt. Das Holz verliert dann seine feste Form und der Baum wird, bis auf wenige Abfallprodukte "unsichtbar". Die Gravitation, die ihm Masse, Stabilität und Festigkeit verlieh, verwandelt sich in formfreie Energien wie Temperatur und Licht. Diese unterliegen nur noch sehr begrenzt der Erdanziehung. Einfallendes Licht mit gleicher Wellenfrequenz löst sich im emittierten Licht auf. Teilt man einen Stabmagneten immer weiter, dann rücken seine beiden Pole immer näher zusammen. Bleibt am Ende nur noch die unterschiedliche elektrische Ladung übrig, dann muss es zwangsläufig zu einer Art Kurzschluss kommen. Etwas Ähnliches dürfte sich im Universum abspielen: Weil ein Stern alles in seinem Einflussbereich anzieht, nehmen Masse, Gravitation und elektrische Ladung zu. Würde sich dieser Prozess fortsetzen, wäre das Universum irgendwann verschwunden. Die zunehmende Verdichtung erzeugt Wärme und die festen Strukturen lösen sich auf. Einfallendes Licht kann irgendwann nicht mehr reflektiert werden, denn seine Wellen gehen in den Wellenfrequenzen des extrem hohen "elektromagnetischen Sturms" unter. Am Ende entlädt sich die gewaltige elektrische Ladung in der Geburt eines neuen leuchtenden Sterns.

Die Einführung des Zeitbegriffs und die Erfindung der Uhr hat ungeahnte Folgen: Der Gang des Zeigers machte aus “dem Treten auf der Stelle“, die einen Kreislauf beschreibt- denn nichts anderes sind die Umwandlungsprozesse im physikalischen Fluchtpunkt, eine Vorwärtsbewegung wie wir sie auf vielfältige Weise in unserer Welt wahrnehmen. Dies hat zu einem paradoxen menschlichen Verhalten geführt: Die Unterwerfung der Kommunikation unter das Diktat eines Zeitmaßstabs verkehrt Ursache und Wirkung in ihr Gegenteil. In der Folge führt sie nicht nur zu Zeitdruck und Zeitmangel, sondern auch zur Zeitdilatation und der Annahme einer Raumzeitkrümmung, die letztlich allein durch die Gravitation verursacht werden, wie Albert Einstein selbst richtig vermutete. Stephen Hawking beschreibt auf Seite 43/44 in seinem Buch 2 am Beispiel der verlöschenden Sonne, wie sich dieses Ereignis auf Zeit und vom Ereignis Betroffene auswirkt. Dazu ist anzumerken: Unabhängig vom Standpunkt und der Betroffenheit der Erde oder eines anderen Körpers, geschieht das Ereignis nur einmal im ganzen Universum und markiert einen Zeitpunkt im physikalischen Fluchtpunkt Pt0. Unser Herz kann weder in der Zukunft, noch in der Vergangenheit, sondern nur in der Gegenwart schlagen oder eben nicht. Dies lässt darauf schließen, dass es im ganzen Universum nur eine Gegenwart gibt, denn bislang wurde noch keine "Mauer" im Universum entdeckt, an der das eine Sonnensystem endet und ein anderes beginnt. Der physikalische "Ausflug" über die Zeitschiene hat nicht zur Aufklärung von Raum und Zeit geführt und muss deshalb als gescheitert angesehen werden. Damit behält das alte Weltbild einer einheitlichen, universellen Gegenwart (Zeit) seine Gültigkeit und macht Zeitreisen unmöglich.

Es lassen sich fünf Sätze für die Kommunikationstheorie ableiten:
1. Es gibt keinen informationslosen, leeren Raum.

2. Raum ist die permanente Wiederholung ähnlicher Formen, als Ergebnis kommunizierender Informationen durch die Gravitation im physikalischen Fluchtpunkt (Pt0).
3. Zeit hat keine Dimension.
4. Die Gegenwart (Pt0) ist das Ergebnis aller aufsummierten, zeitgleichen Transformationen.
5. Es ist unmöglich den physikalischen Fluchtpunkt Pt0 im Sinne einer Zeitreise zu verlassen.


So mag unter anderem die Illusion einer vorwärts gerichteten Zeit und einer damit einhergehenden Entwicklung Charles Darwin zu der nach ihm benannten Theorie verleitet haben. Seine Evolutionstheorie folgt dabei einem simplen und fast unschlagbaren Argument das der amerikanische Architekt Louis Sullivan und der Bildhauer Horatio Greenough so formulierten: Die Form folgt der Funktion 9. Niemand stellt diese Logik, nach denen Menschen ihre Gedanken in Taten umsetzen, in Frage. Nach ihr entstehen, im Kontext einer stetig besseren Entwicklung: ein Stuhl zum Sitzen, ein Auto zum Fahren, ein Flugzeug zum Fliegen. Folglich entwickelte sich der lange Hals einer Giraffe, damit sie sich von den hoch am Eukalyptusbaum hängenden Blättern ernähren kann. Diese Logik enthält allerdings einen entscheidenden Fehler: Die Stoffwechselkommunikation in der Natur ist auf eine Gesamtverwertung ausgelegt. Und hierbei geht es um die Erkennbarkeit als Geschlechts- oder Sozialpartner zur Arterhaltung, alles andere ist Feind und/oder Nahrung. Salopp formuliert: Die Form eines Schinkens ist bei der Nahrung irrelevant, bei der Paarung nicht. Diese existentiellen Prozesse funktionieren nur unter der Prämisse, dass die organischen Lebewesen mit sich und ihrer Nahrung kommunizieren können. Das erfordert in allen Fällen einen gemeinsamen Zeichensatz. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie kamen die Nahrungsinformationen in die Organismen? Diese Antwort lieferten vor langer Zeit die Chemiker, als sie die Formelsprache entwickelten mit denen die chemischen Prozesse beschrieben werden. Im bekannten Knallgasexperiment summieren sich durch Energiezufuhr die Informationen: 2H2+O2 => 2H2O. Aus den Informationen Wasserstoff und Sauerstoff entsteht, als Kommunikationsergebnis im physikalischen Fluchtpunkt Pt0, ein Wassermolekül. Dies ist nicht nur der “Urknall“ des organischen Lebens: In der Formel zeigt sich deutlich die Aufsummierung der Informationen. Dieser Prozess setzte sich mit der Entstehung von Salzwasser H2ONaCl im nächsten Evolutionsschritt fort. Irgendwo beginnt mit dem Übergang zwischen Säuren und Basen (Miller-Urey-Experiment)10 das Bewusstsein des organischen Lebens in Form von Bakterien. Sie sind der Grundstein für unser eigenes Bewusstsein. Durch die Aufsummierungen der Informationen entstanden zunächst die Lebensräume an Land und in den Gewässern. Es folgten die Pflanzen und die Tiere bis hin zum Menschen. Die einzigartige Perfektion der Anpassung des organischen Lebens, ihr Bewusstsein für die Lebensräume, ihre Formen mit den passenden “Werkzeugen“ zur Verarbeitung der auf ihren Bedarf abgestimmten Nahrung, einschließlich der Farben zur perfekten Tarnung der Tiere, lassen sich hierdurch widerspruchsfrei erklären. Wir sind das kommunikative Ergebnis aufsummierter Informationen aus unseren Lebensräumen, die sich im Code unseres DNS-Lexikons auslesen lassen. Die Größe unseres Gehirns und die Dauer unserer physischen Entwicklung, sind Folge einer der komplexesten Stoffwechselprozesse in der Natur.

Die Form folgt der Information, als Ergebnis stofflicher Kommunikationen. Dieser Zusammenhang begründet nicht nur die Formen des organischen Lebens, er prägt auch ihren Charakter und ihr geschlechtsspezifisches Verhalten. So spiegelt sich der organische Zeugungsakt in der Form, dass die männliche Samenzelle in das Ei der Frau eindringt. Dabei muss das Spermium das Ei der Frau erreichen. Es muss seine biologische Heimat verlassen und sich auf eine Reise auf Leben und Tod begeben. Diese stofflich gespeicherten Informationen prägen und formen den Charakter eines Eroberers, eines Kämpfers und Kriegers. Andererseits wird eine Frau praktisch Zeugin ihrer eigenen Geburt wenn sie ein Kind zur Welt bringt. Sie trägt damit die biologische Antwort nach der eigenen Herkunft in sich. Da die Biologie dem Mann diese Antwort naturgemäß schuldig bleibt, muss er dieses Informationsdefizit kompensieren. Die daraus resultierende Neugier könnte die Grundlage der Wissenschaft insgesamt bedeuten und seine starke Präsenz in fast allen Wissenschaftsbereichen erklären. Mit Intelligenz kann diese Tatsache jedenfalls nicht erklärt werden. Hinzu kommt, dass weibliche Lebensformen als Träger des Lebens für den Erhalt der Populationen und Arten existentieller sind als männliche. Es ist also naheliegend, dass die männlichen aus den Informationen der weiblichen Lebewesen adaptiert wurden. Auch physisch lässt sich erklären warum Männer in der Kommunikationshierarchie oben stehen: sie sind energetischer als Frauen, benötigen mehr Energie aus dem Stoffwechsel der Natur zum Erhalt ihrer Physis. Sie haben eine kürzere Lebenserwartung (europa.eu/eurostat)11 was auch bei männlichen Säugetieren in Studien nachgewiesen wurde. Die aus der Kommunikationstheorie entwickelte Hierarchie ist nachfolgend in Figur 2 dargestellt.
                     

 

Aus der Kommunikationshierarchie, leitet sich die Schöpfungsfolge und physische Stabilität organischen Lebens ab. Unsere Kommunikation folgt, den durch den Stoffwechsel hervorgerufenen Veränderungen in manipulativer Weise, denn sie ist sein Spiegelbild. Die Basis besteht aus den, in Materie/Energie gebundenen stofflichen Informationen in dessen Spannungsfeld die Kommunikation beginnt. Es folgen die sich daran orientierenden Tier- und Pflanzenkommunikationen, unsere Alltagskommunikation und die Naturwissenschaften. Nahe der Spitze stehen die Geisteswissenschaften, die sich am weitesten von der stofflichen Basis entfernt befinden. Ihre Aussagen und Ergebnisse sind, mehr als alle anderen Kommunikationsbereiche, den größten Spekulationen und Manipulationen unterworfen. Zu ihnen gehören beispielsweise die Rechtswissenschaften, in weiten Teilen die Ökonomie, die Philosophie und natürlich der Glaube in allen Ausprägungen. Intuitiv setzen gläubige Menschen Gott an die Spitze der Hierarchie. Während naturwissenschaftliche Ergebnisse durch Versuch und Irrtum einer Überprüfung in der Praxis standhalten müssen, ist höchste sprachliche Kompetenz, verbunden mit dem geringsten inhaltlichen Bezug zur stofflichen Realität, der Charakter ihres Anspruchs auf die Meinungs- und Deutungshoheit. Im Denken spiegelt sich die Formbarkeit der formfreien Energien ohne die es keine Kreativität gibt. Wie beim Stoffwechsel gibt es zwischen den Kommunikationsebenen keine klaren Grenzen, alles geht fließend ineinander über. Diese Hierarchie zeichnet die Entwicklungsstufen eines Neugeborenen nach: sie beruhen anfänglich auf stofflichen Informationen, die das grundsätzliche Leben ermöglichen. Im Säuglingsalter, wenn sein Gehirn noch in der Entwicklung ist, erreichen sein Verhalten und seine Äußerungen das Stadium von Tieren und es reagiert immer direkt in der Gegenwart. Erst allmählich wächst sein Bewusstsein in den Raum von Zukunft und Vergangenheit- dann beginnt die Interpretation der eigenen Wahrnehmungen.

 

Alles hängt mit Allem zusammen und der Mensch kann alles aus sich heraus entwickeln, nur sich selbst nicht. Kulturelle und technische Entwicklungen gaukeln eine evolutionäre Weiterentwicklung unserer eigenen Physis vor. Die aber ist nach dem zweiten Satz der Kommunikationstheorie, ausgeschlossen: Das Kommunikationsergebnis aus 2H2 + O2 ist, innerhalb der hier herrschenden Bedingungen, immer Wasser in unterschiedlichen Formen oder Aggregatzuständen. Die Natur spricht auf unserer Erde die universelle Sprache der Stoffe und Energien die alle Lebewesen verstehen. Das Wasser teilt uns über seine natürlichen Eigenschaften alle Informationen mit, die als solche in allen organischen Lebewesen vorhanden sind. Wasser ist als Information selbstredend wahr, ist in unterschiedlichen Formen reale Information, die wir fühlen, sehen, riechen, hören und schmecken können. Für Wasser gibt es in jeder Sprache ein anderes Wort, doch alle beschreiben das gleiche Element. Damit wir das Wasser verstehen, reicht seine Anwesenheit also grundsätzlich aus. Für unsere eigene Kommunikation müssen wir es mit einer zusätzlichen Information versehen. Um zu verstehen über was wir reden, müssen wir ihm ein “Schild“ anheften mit dem Wort: Wasser. Wir benötigen als Adapter die Wörter unserer Sprache, die uns ein Bild vor Augen führen. Das macht es in jeder Hinsicht manipulierbar. Kommunikation ist von Natur aus existentielle Manipulation in Form ständiger Veränderungen ohne die es uns nicht gäbe.
Die vorstehenden Ausführungen beschreiben den Ursprung der gesamten Kommunikations-kette, die für alle Entwicklungsstufen der Menschheit verantwortlich ist und innerhalb derer die biologisch-soziale Kommunikation namentlich die neue Biosoziologie begründet.


Literatur
1 Quantum Mechanics: 1925-1927 Heisenberg and Einstein
Deutsch (English translation below): Von: Heisenberg, Der Teil und das Ganze (München: Piper, 1969), p. 79-80

https://history.aip.org/exhibits/heisenberg/p07c_text.htm

2 Stephen Hawking: Eine kurze Geschichte der Zeit, Rowohlt, p. 109-150
Taschenbuch Verlag, 2017, 14. Auflage, ISBN 978-3-499-62600-5

3 Wikipedia contributors. (2018, July 20). Sabine Hossenfelder. In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Retrieved 14:27, July 24, 2018, from https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Sabine_Hossenfelder&oldid=851219862

4 Wikipedia contributors. (2018, July 23). Models of communication. In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Retrieved 13:57, July 24, 2018, from
https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Models_of_communication&oldid=851537372

5 Wikipedia contributors. (2017, July 20). Helmuth Plessner. In Wikipedia, The Free Encyclopedia.
Retrieved 21:03, July 17, 2018, from https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Helmuth_Plessner&oldid=791459375

6 Albert Einstein: Zur Elektrodynamik bewegter Körper. In: Annalen der Physik. 322, Nr. 10, 1905, n.p.p.
http://myweb.rz.uni-augsburg.de/~eckern/adp/history/einstein-papers/1905_17_891-921.pdf


7 Hermann Minkowski: Raum und Zeit. Vortrag, gehalten auf der 80. Naturforscher-Versammlung zu Köln am 21. September 1908. In: Jahresberichte der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 1909. https://de.wikisource.org/wiki/Raum_und_Zeit_(Minkowski)

8 Hans-Peter Dürr: Warum es ums Ganze geht, oekom Verlag, n.p.p.
Gebundene Ausgabe 2009, 1. Auflage ISBN 978-3-86581-173-8

9 Wikipedia contributors. (2018, February 20). Form follows function. In Wikipedia, the Free Encyclopedia. Retrieved 11:30, March 7, 2018, from https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Form_follows_function&oldid=826644144

10 „Miller-Urey-Experiment“.
In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Juni 2018, 15:34 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Miller-Urey-Experiment&oldid=178223086 (Abgerufen: 20. Juli 2018, 13:29 UTC)
Wikipedia contributors. (2018, July 17)
bacteria. Life. In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Retrieved 13:07, July 20, 2018, from https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Life&oldid=850723275

11 http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Causes_of_death_statistics_-_people_over_65


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